In meinem heutigen Blogartikel möchte ich ein Phänomen thematisieren, welches mich im Oktober 2009 in seinen Bann zog, seitdem nicht wieder loslässt und mich wohl auch noch weiterhin beschäftigen wird. Gleichzeitig möchte ich den Anlass nutzen um zwei eng miteinander verknüpfte Themen kurz vorzustellen und Interesse dahingehend zu wecken. Die Rede ist zum einen von Googles Betriebssystem Chrome OS oder Chromium OS und zum anderen vom sogenannten Cloud Computing.
Chrome OS
Oder auch Chromium OS ist ein von Google produziertes Betriebssystem, das speziell für leistungsschwache Computer und Netbooks entwickelt wird. Im Kern basiert es auf Linux und hat ebenso wie dieses eine BSD-Lizenz, ist demzufolge also Open Source und somit für jeden frei zugänglich und kostenlos. Seit November 2009 gibt es eine Beta Version zum freien Download. Die Grundsäulen sollen das sogenannte Cloud Computing, auf welches ich später noch eingehen werde und Googles eigener Browser “Chrome” sein. Vielmehr noch wird der Browser Chrome das Herzstück des Betriebssystems bilden (siehe Screenshot), von dem aus alle Aktionen durchgeführt werden. Damit soll ein Großteil der derzeit üblichen grafischen Betriebssysteme entfallen, was vor allem der Rechenleistung des Computers zu Gute kommt. Und genau darauf hat es Chrome OS auch abgesehen.
Wie schon erwähnt wurde das Betriebssystem für leistungsschwache Rechner und Netbooks entwickelt, also Computer die zum einen nicht so viel Power unter der Haube haben oder zum anderen nicht viel Energie verbrauchen dürfen, damit sie möglichst lange Akkulaufzeiten gewährleisten. Und genau das wird erreicht durch die zwei Hauptstützen von Google Chrome OS. Der Browser Chrome OS mit seiner starken Reduktion der grafischen Oberfläche und Cloud Computing.
Mehr Informationen zu Chrome OS.
Cloud Computing
Cloud Computing lässt sich im Prinzip als eine Strömung innerhalb der IT Gemeinde beschreiben, die ein gewisses Verfahren favorisieren. Doch bevor ich näher erläutern werde, was Cloud Computing eigentlich ist, ist es nötig den Begriff “Cloud” aufzulösen, denn es dürfte nicht jedem sofort geläufig sein, was damit gemeint ist. Innerhalb von Fachkundigen wird das Internet mit seiner schieren Undurchsichtigkeit und vermeintlichen unendlichen Ausdehnung immer als Metapher in Form einer Wolke dargestellt. Somit heisst Cloud Computing also “Rechnen in der Wolke”.
Cloud Computing ist, kurz gesagt, der Ansatz Rechenleistung, Speicherplatz, Software, Anwendungen und noch weiteres nicht auf dem Rechner lokal zu speichern und durchzuführen, sondern “draußen in der Wolke”, also dem Internet. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Ressourcen einsparen. Wenn man Daten nicht mehr lokal speichern muss, dann sind auch keine Festplatten mehr nötig, was auf Stromersparnis hinausläuft. Und wenn Rechenleistung von Anderen erledigt wird und man selbst nur fertige Ergebnisse erhält, dann spart das ebenfalls Energie, wenn nicht sogar Zeit.
Jedoch bringt dies auch Nachteile mit sich, die der Cloud Computing Fangemeinde immer wieder vorgeworfen werden. Einer der Hauptpunkte ist die Sicherheit. Wenn Daten nicht lokal gespeichert und Rechenleistungen nicht lokal durchgeführt werden, wer überwacht dann, dass die Daten nicht ausspioniert oder vielleicht sogar anderweitig missbraucht werden? Was passiert mit vermeintlich vertraulichen Daten? Eng damit verbunden ist auch die Gefahr, die von den Monopolhaltern, in diesem Fall Google (oder in anderen Fällen z.B. Microsoft), ausgeht, denn de facto haben diese dann den vollen Zugriff auf eine beträchtliche Menge an Daten, die nicht nur ausgewertet sondern auch missbraucht werden könnten. Aber ich denke, jeder kann sich die Auswirkungen, die dies zur Folge hätte, selbst verdeutlichen.
Ich hoffe ich konnte ein wenig Interesse wecken, denn meiner Meinung nach hat es dieses Thema aufjedenfall verdient, Bedeutung beigemessen zu bekommen. Meiner Ansicht nach ist Cloud Computing die Zukunft, und das werden auch die Kritiker bald einsehen müssen, denn die Vorteile überwiegen und gegen die Nachteile werden Lösungen gefunden.
Bild: bpedro



[...] ich vor geraumer Zeit in diesem Artikel anschnitt, werkelt Google gerade an seinem zukünftigem Marktwert. Seit längerem arbeitet der [...]
Pingback by Google Chrome OS Chromebook » Beitrag » Trotec Leipzig Blog — 30. Mai 2011 @ 17:51